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Visualisierung

Der Ausdruck Visualisierung (zu lat.: visualis, "zum Sehen gehörig") bezeichnet

  1. die Darstellung eines abstrakten Sachverhaltes mit optischen Mitteln;
  2. die Sichtbarmachung von etwas Unsichtbaren;
  3. eine geistige Projektion.
Inhaltsverzeichnis

Darstellung eines abstrakten Sachverhaltes

Meist "sagt ein Bild mehr als 1000 Worte." Visualisierung heißt, unstrukturierte Daten in eine angebrachte, verstehbare Form zu bringen. Dabei können Details weggelassen werden, die im Kontext vernachlässigbar sind. Visualisierte Daten sind folglich immer interpretiert.

Visualisierung kann eine Datentabelle sein, eine gedruckte Grafik, ein Film oder ähnliches. Im Multimedia-Zeitalter ist meist etwas gemeint, das sich auf dem Computer darstellen lässt. Beispiele:

Hersteller einiger Visualisierungssysteme sind:

Außerdem gibt es auf dem PC oder auf dem Mac für einige Musikabspieler (wie z.B. Winamp) Visualisierungen, die versuchen die gespielte Musik in bewegten Bildern darzustellen.

Sichtbarmachung von etwas Unsichtbaren

Visualisierung bezeichnet auch Methoden, "mit deren Hilfe unter Benutzung von Computern Symbolisches in Geometrisches transformiert werden kann, so daß Forscher und Entwickler zum Beispiel ihre Simulationen und Berechnungen besser beobachten können. Visualisierung bietet also die Möglichkeiten zum Sehen oder Ansehen von Unsichtbarem oder Ungeschehenem" (Ralf-Dirk Henning, Informations- und Wissensverarbeitung, 1991).

Geistige Projektion

Visualisierung als "geistige Projektion" von Gottheiten oder Buddhaformen ist insbesondere im tantrischen Buddhismus (Vajrayana) eine wichtige Meditationsübung. Dort werden verschiedene Meditationsgottheiten (Yidam-Gottheiten), die teilweise äusserst abstrakt mit vielen Attributen dargestellt werden, von den Praktizierenden wären der Meditation über einen längeren Zeitraum, üblicherweise einhergehend mit Mantra-Rezitation, geistig-optisch projeziert. Die Konzentrationsfähigkeit des Übenden wird gefördert und die Identifikation des Geistes mit der Vorstellung eines eigenständig existierenden unabhängigen Ichs und eines eigenen unabhängig von anderen Phänomenen existierenden Körpers, wird gelockert. Ziel solcher Übungen ist die Auflösung der Ich-Vorstellung, die nach buddhistischer Lehre Ursache allen Leidens ist und die Überwindung der den unerleuchteten Wesen eigenen unnatürliche Aufspaltung der Phänomene der Welt in Subjekt und Objekt. Diese erscheinen nach den Lehren der buddhistischen Tantras in ihrer ursprünglichen Natur "nichtdual". Erfährt man die Nichtdualität aller Phänomene einschließlich des eigenen Körpers, im Sinne einer unmittelbaren Wahrnehmung, so nennt man ein solches Wesen "erleuchtet", oder schlicht "Buddha".


Siehe auch





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