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Die (Badische) Schwarzwaldbahn ist eine Strecke der Eisenbahn im gleichnamigen Mittelgebirge mit insgesamt 39 Tunnels. Sie wurde im Zeitraum von 1863 bis 1873 zwischen den Städten Offenburg und Konstanz erbaut. Ursprünglich sollte als sie eine Zubringerstrecke zur Gotthardbahn über den ersten deutsch-schweizerischen Grenzübergang bei Waldshut und Koblenz dienen. Die geologischen Probleme in der Wutachschlucht verhinderten jedoch den Bau der Bahn ab Donaueschingen Richtung Süden, statt dessen wurde der Schweizer Kanton Schaffhausen in einem weiten Bogen umfahren und der Bodensee mit Konstanz als Endziel erreicht. Im Bahnhof von Donaueschingen treffen die Schwarzwaldbahn und die Höllentalbahn aufeinander.
Die Schwarzwaldbahn gilt als erste Eisenbahnstrecke im Gebirge, bei der mit Kehrschleifen eine künstliche Entwicklung in die Länge erreicht wurde, um die Steigungsverhältnisse für die Bahn erträglich zu halten, denn die Bahn überwindet zwischen den Städten Hausach und St. Georgen den Höhenunterschied von über 540 m. Die beiden Orte liegen in der Luftlinie nur 10 km voneinander entfernt, die Entfernung auf der Bahn beträgt dagegen 27 km. Erschwerend kam hinzu, dass die Bahn vor der Gründung des Deutschen Reiches erbaut wurde und vollständig im Großherzogtum Baden verlaufen mußte. Eine Trassierung mit einem Streckenabschnitt durch das benachbarte Königreich Württemberg wäre wesentlich kostengünstiger ausgefallen, diese Variante verbat sich aber aus heute nicht mehr nachvollziehbaren nationalen Prestigegründen. Im Gegensatz zu den vielen Tunnels der Strecke existiert an der Schwarzwaldbahn nur ein großer Viadukt in Hornberg.
Die Strecke wurde bis 1922 zweigleisig ausgebaut, 1964 lösten Diesellokomotiven der Baureihe V200 die bisher eingesetzten Dampflokomotiven ab und 1979 wurde sie vollständig auf den Betrieb mit Elektrolokomotiven umgestellt. Die Schwarzwaldbahn stellt heute eine lebhaft befahrene Eisenbahnstrecke dar, auf der neben dem Nahverkehr auch einige Züge des Fernverkehrs unterwegs sind. Weiterhin fahren auf der Strecke auch Güterzüge.
Die Strecke unterquert auf ihrem Weg von Norden nach Süden zweimal die europäische Hauptwasserscheide zwischen Schwarzem Meer und der Nordsee in einem Tunnel:
Mit den Namen der Schwarzwaldbahn ist unmittelbar Robert Gerwig
verbunden, der projektierende Ingenieur der Strecke. Die Längenentwicklung der Strecke wird durch insgesamt zwei S-förmige aufeinander folgende
Kehrschleifen und zwei Kehrtunnels ermöglicht. Das gleiche Prinzip wird auch an der
Nordrampe der Gotthardbahn bei Wassen angewendet, deren Entwurf ebenfalls auf Robert Gerwig zurückgeht.
Als Erinnerung für die Nachwelt wurde in der unmittelbaren Nähe des Bahnhofes von Triberg das Gerwig-Denkmal aufgestellt.
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Die Schienennahverkehrsleistungen Offenburg - Konstanz wurde 2003 durch das Land Baden-Württemberg ausgeschrieben. Die Ausschreibung gewann 2004 die DB Schwarzwaldbahn GmbH, eine Tochtergesellschaft der Deutsche Bahn AG, die den Betrieb zum Fahrplanwechsel 2006 übernimmt. Sie wird neue Doppelstockwagen und E-Loks der Baureihe 146 einsetzen.
Der Nahverkehr zwischen Engen und Konstanz wird durch die SBB-Tochter Thurbo unter dem Namen Seehas betrieben, zwischen Offenburg und Hausach fährt die Ortenau-S-Bahn im Stundentakt.
Siehe auch: Württembergische Schwarzwaldbahn, Eisenbahnlinie von Stuttgart nach Calw.

