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Der wissenschaftliche Status der Parapsychologie (engl. psychical research, parapsychology) ist umstritten. Sie wird von vielen als eine Parawissenschaft/Grenzwissenschaft angesehen, für manche ist sie auch eine Pseudowissenschaft. Es setzt sich jedoch mehr und mehr die Akzeptanz der Parapsychologie als vollwertige Wissenschaft durch, da sie mit anerkannten wissenschaftlichen Methoden arbeitet. Sie ist mittlerweile an einigen Universitäten angesiedelt, meist als Teilgebiet der Psychologie oder seltener der Physik. Die parapsychologische Forschung hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Existenz von Phänomenen wie Gedankenübertragung (Telepathie), Telekinese, Psychokinese oder Nahtoderfahrungen zu beweisen und diese Phänomene zu erklären sowie die Bedingungen für deren Auftreten in Abhängigkeit von der Umgebung bzw. der Beteiligten nachzuvollziehen. Okkultismus und Spiritismus werden allerdings mittlerweile nur noch am Rande behandelt, da die Phänomene auf andere Weise erklärt werden können, als Anhänger des Okkulten oder Spiritisten es tun. Der Begriff Parapsychologie geht auf Max Dessoir zurück, der ihn 1889 zur Bezeichnung einer Wissenschaft prägte, die sich mit "den aus dem normalen Verlauf des Seelenlebens heraustretenden Erscheinungen" befasst. Aber auch schon zuvor befasste man sich mit der Thematik. So formulierte im Jahre 1852 Edward White Benson im Rahmen des in Cambridge neu gegründeten "Ghost Club" (einem Vorläufer der späteren Society for Psychical Research) das Ziel, die übernatürlich anmutenden okkulten Phänomene auf der Basis rein wissenschaftlicher Methoden zu untersuchen. Die ersten systematischen Untersuchungen wurden Ende des 18. Jahrhunderts von dem deutschen Arzt Franz Martin Messmer zum sogenannten animalischen Magnetismus durchgeführt.
Über Parapsychologie wird in Deutschland an einigen wenigen Universitäten (z. B. Universität Freiburg, Professor Hans Bender [bereits verstorben]) geforscht. Eine Konzentration von solchen Universitäten ist z. B. in Italien anzutreffen, aber auch in anderen Ländern wie Großbritannien (Edinburgh) oder den USA (Princeton) befinden sich bedeutende Forschungseinrichtungen.
Einen starken Andrang erlebte die Parapsycholgie während des Kalten Krieges, wo der russische und amerikanische Geheimdienst versuchten, sich mit parapsychologischen Phänomen auseinander zu setzen und sie für kriegerische Zwecke zu nutzen.
Der Amerikaner J. B. Rhine, der in den 30er Jahren paranormale Phänomene systematisch experimentell untersuchte, gilt als der Begründer der modernen, experimentellen Parapsychologie.
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Viele Phänomene, welche die Parapsychologie untersucht, werden auf einen gemeinsamen Mechanismus zurückgeführt, die so genannten Psi-Erscheinungen. Die paranormalen Phänomene werden in mehrere Untergruppen unterteilt:
Die Auslöser derartiger Phänomene sind - nach Meinung vieler Psychologen - seelische Probleme einzelner Menschen, welche in das Unbewusste verdrängt werden und sich von dort aus "entladen"; oder derartige Phänomene werden als Ausdruck unterbewusster Probleme gedeutet.
Zauberei oder Spukerscheinungen sind ebenfalls ein Thema der Parapsychologie. Bei Zauberei, ebenso wie bei vielen anderen Phänomenen, ist eine genaue Kenntnis dessen, was durch nicht-parapsychologische Tricks erreicht werden kann, unerlässlich (Vergleiche zum Beispiel: Uri Geller).
Die Parapsychologie ist eine ernst zu nehmende Wissenschaft, welche mit streng wissenschaftlichen Methoden arbeitet und ihre Ergebnisse zur Diskussion stellt.
Die Parapsychologen unterteilen ihre Methoden in 3 Gruppen
J. B. Rhine war der "Gründer" dieser Methode, zumindest revolutionierte sich durch seine Testreihen die Parapsycholgie.
Da die Aussagen der parapsychologischen Forschung nach Aussage vieler Skeptiker nicht in das geltende physikalische Weltbild passen, wurden sie von Beginn an - oft zu Unrecht - kritisiert. Der Vorwurf, parapsychologische Phänomene würden nicht in das geltende physikalische Weltbild passen, ist jedoch nicht haltbar, denn ein Phänomen selbst kann keinem Weltbild widersprechen, lediglich theoretische Ansätze können derzeit geltenden physikalischen Theorien widersprechen. Den Parapsychologen wird zudem vorgeworfen, ihre Experimente seien nicht zweckmäßig, oder sie würden betrügen, meist ohne dass konkrete Belege für diese Behauptungen vorgelegt werden. Der wissenschaftliche Nachweis von Psi sei bis heute nicht gelungen. Es wird der Parapsychologie vorgehalten, dass sie trotz 120 Jahren Forschung bis auf minimale aber konstante Abweichungen vom Erwartungswert keine Ergebnisse oder Theorien vorgelegen kann, die ohne Zweifel belegen, dass es sich hier um ein Phänomen handelt, das nicht mit herkömmlichen Wissen der Psychologie oder Physik erklärbar ist. Dieser Vorwurf ist jedoch in vielerlei Hinsicht falsch. Einerseits können einige parapsychologische Experimentklassen wie z.B. die sogenannten D-MILS-Experimente (Direct Mental Interaction with Living Systems) sehr hohe und auch konstante Effektstärken vorweisen. Es ist also keineswegs so, dass nur winzigste Effekte gefunden wurden. Darüber hinaus ist es nicht das Ziel der Parapsychologie, zu zeigen, dass ein Phänomen nicht mit physikalischen oder psychologischen Ansätzen erklärbar ist, was wissenschaftstheoretisch auch nicht zweckmäßig wäre. Die Parapsychologie hat viel mehr zum Ziel, die auftretenden Phänomene in das geltende physikalische Weltbild zu integrieren, wozu es auch bereits theoretische Ansätze gibt. Skeptiker und seriöse Parapsychologen unterscheiden sich infolge dessen in der Bewertung der vorliegenden Fakten zum Teil sehr stark.
Alle derzeitigen Versuche, parapsychologische Phänomene, etwa mit der Quantenphysik, zu erklären sind sehr umstritten, auch wenn einige Forscher wie Walter v. Lucadou in ihren Forschungen empirische Belege für solche Ansätze sehen.
In der parapsychologischen Beratung arbeiten Mediziner, Psychologen und Sozialarbeiter, um Hilfesuchenden Rat und Unterstützung bei negativen Erfahrungen mit jeder Form des Okkulten zu geben. Hierbei kann es sich um Sektenmitgliedschaft, vermeintliche Verzauberung durch andere, Gespenster-Erscheinungen, UFO-Sichtungen, oder Ähnliches handeln.
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Siehe auch: Außersinnliche Wahrnehmung, IGPP, Anomalie und die englische Wikipedia !


