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İzmir

Dieser Artikel behandelt die Stadt in der Türkei. Für weitere Bedeutungen des Begriffs Smyrna siehe Smyrna (Begriffsklärung)


Uhr-Turm in Izmir
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Uhr-Turm in Izmir

İzmir, die Perle der Ägäis, (früher unter dem griechischen Namen Smyrna bekannt, neugriechisch Σμύρνη) ist der zweitgrößte Hafen (nach İstanbul) und mit seinen 2.732.669 (2004) Einwohnern (im Großraum mit 3.370.866 Einwohnern) die drittgrößte Stadt der Türkei und Hauptstadt einer Provinz (İl) gleichen Namens. Sie liegt an der Ägäis-Küste am Golf von İzmir.

Die Herkunft des alten Namens Smyrna ist umstritten:

Inhaltsverzeichnis

Antike

Die Stadt wurde um 3000 v. Chr. von Lelegiern in heutigem Stadtteil Bayrakli gegründet. Zeitweise befand sie sich im Einflussbereich der Hethiter und war ab 688 v. Chr. eine wichtige Stadt der Ionier.

Funde jüngster Ausgrabungen lege nahe, dass das heutige Stadtgebiet vor 8.000 bis 10.000 Jahren besiedelt wurde.

Der lydische König Alyattes zerstörte Smyrna 630 v. Chr.. Erst Antigonos I. Monophthalmos gründete 20 Stadien südwestlich der alten Stadt ein neues Smyrna. Der von ihm angelegte Hafen legte den Grundstein für Smyrnas Entwicklung zu einer der reichsten Handelsstädte Asiens.

Nachdem es schon bei der Eroberung durch den römischen Konsul Dolabella sehr gelitten hatte, wurde es 178 und 180 n. Chr. durch Erdbeben noch härter mitgenommen, aber durch Marcus Aurelius wiederhergestellt.

Cassius war zeitweilig römischer Gouverneur von Smyrna.

Spätantike - Byzanz

Smyrna war ein wichtiges Zentrum der christlichen Welt. Schon früh etablierte sich eine christliche Gemeinde. Diese Gemeinde ist einer der sieben Adressaten der Offenbarung des Johannes. Der Kirchenvater Polykarp von Smyrna, Verfasser eines Briefes an die Philipper, war im 2. Jahrhundert Bischof von Smyrna. Auch Ignatius von Antiochien hielt sich in Smyrna auf und soll dort vier der Ignatiusbriefe verfasst haben.

Smyrna gehörte ab 395 zum Byzantinischen Reich. 1083 wurde es zeitweilig von dem Seeräuber Tzachas und 1402 von Timur Lenk erobert. Murad II. eroberte es, nachdem der Großteil Kleinasiens Byzanz bereits verlorengegangen war, 1424 für das Osmanische Reich.

Osmanisches Reich

Smyrna war ein wichtiges Zentrum für Händler und Kaufleute in der Zeit der Seldschuken und im Osmanischen Reich und der wichtigste Handelsplatz Kleinasiens. Seine Bevölkerung bildeten orthodoxe Christen, Türken, Juden sowie (katholische) abendländische Christen. Die Bevölkerungsgruppen wohnten jeweils in eigenen Stadtvierteln.

Smyrna war Sitz des Generalgouverneurs der Provinz Wilajets Aidin, eines Metropoliten sowie je eines katholischen, griechischen und armenischen Erzbischofs.

Smyrna war ein Zentrum der Teppichweberei.

Erster Weltkrieg und türkisch-griechischer Krieg

Smyrna wurde 1920 im Vertrag von Sèvres Griechenland zugesprochen, jedoch 1922 während des türkisch-griechischen Krieges nach dem Rückzug der griechischen Armee durch türkische Truppen in Brand gesetzt und zerstört, später wieder aufgebaut, bei dieser Aktion wurde unter der Zivilbevölkerung regelrecht gewütet, ca. 25000 (warscheinlich mehr) ermordet und ca. 200000 vertrieben. Ein Teil der griechischen Bevölkerungsmehrheit wurde noch von den Engländern aus der Stadt evakuiert, da man Übergriffe der Türken voraussah, bevor die meisten verbliebenen Zivilisten durch eben diese Akte umkamen. Viele der Griechen emigrierten nach Athen, wo heute noch der Stadtteil Nea Smyrni (Νέα Σμύρνη) an ihre Herkunft erinnert. Im Vertrag von Lausanne wurde İzmir und die gesamte Westküste der Türkei zugesprochen.

Modernes İzmir

Auf einem Teil der zerstörten Stadtteile wurde der sogenannte Kulturpark mit dem Messegelände (mit 420.000 m² Grundfläche) errichtet. Heute ist İzmir die drittgrößte Stadt der Türkei und ihr zweitgrößter Seehafen. Das Stadtzentrum mit der Gemeindeverwaltung (Belediye) und dem Sitz des Provinzgouverneurs (Valilik) befindet sich in Konak. Karşıyaka, Bornova, Hatay und Buca sind die größten Wohngebiete.

Die Provinz beherbergt 4,6% der landesweiten Landwirtschaft und 9% der gesamten Industrie. Die Ökonomie basiert auf 30,5% Industrie, 22,9% Handel, 13,5% Transportgewerbe und Telekommunikation und 7,8% Landwirtschaft. Die wichtigsten Güter der Stadt sind Erdölprodukte und Chemikalien, Metall, Textilien, Autos, Lebensmittel (Feigen, Trauben, Oliven und Olivenöl), Tabak und Wolle.

Die meisten Unterhaltungs- und Einkaufskomplexe sind in Konak, Karşıyaka ve Bornova, wobei die Industrie in Bornova, Çiğli und Gaziemir konzentriert ist.

İzmir wird kulturell und ideologisch als die modernste und verwestlichteste Stadt der Türkei angesehen. In der Stadt befinden sich vier Universitäten und ein Institut für Technologie.

Als Wahrzeichen der Stadt gelten der Saat Kulesi (Uhrturm) auf dem Konak-Platz und das Atatürk-Denkmal auf dem Cumhuriyet-Platz (Platz der Republik).


Verschiedenes

Sehenswürdigkeiten

Dank 5000 Jahren multikultureller Geschichte hat İzmir Sehenswertes zu bieten:

In der näheren Umgebung befinden sich folgende bedeutende Ruinenstätten und Naturschönheiten:

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