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| Amtssprache | Persisch (Farsi) | ||||
| Hauptstadt | Teheran (Tehran) | ||||
| Staatsform | Islamische Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Seyyed Ali Khamene'i | ||||
| Präsident | Seyyed Mohammad Khatami | ||||
| Fläche | 1.648.195 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 69.018.900 (Juli 2004) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 42 Einwohner pro km² | ||||
| Gründung | 11. Februar 1979 | ||||
| Währung | Iranischer Rial | ||||
| Zeitzone | UTC+3,5 | ||||
| Nationalhymne | Sorud-e Melli-ye Dschomhuri-ye Eslami-ye Iran | ||||
| Kfz-Kennzeichen | IR | ||||
| Internet-TLD | .ir | ||||
| Vorwahl | +98 | ||||
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Die Islamische Republik Iran (persisch:
جمهوری اسلامی ایران), bis 1935 Persien genannt, ist ein Staat im westlichen
Asien. Iran grenzt an den Irak (Grenzlinie 1458
km), Türkei und Aserbaidschan (je ca. 500 km), Armenien (35 km), das Kaspische Meer (500 km), Turkmenistan (ca. 1000 km), Afghanistan (936 km) und
Pakistan (Provinz Belutschistan, 909 km).
Der höchste Berg Irans ist der 5671m hohe Demavand im Elburs nördlich der Hauptstadt Teheran. Im Süden und Südwesten hat das Land eine 2000 km
lange Küste zum Indischen Ozean bzw. Persischer Golf, welche die Meerenge von Hormuz (Vereinigte Arabische Emirate, Oman) in zwei Hälften teilt.
| Inhaltsverzeichnis |
Hauptartikel: Verwaltungsgliederung des Iran
Siehe auch: Liste der Städte im Iran
Die Bevölkerung Irans (69 Millionen - Stand Juli 2004) besteht aus ca. 51% Persern, ca. 24% Aserbaidschanern, ca. 8% Gilaki und Mazandarani, ca. 7% Kurden, 3 % Araber, 2 % Turkomanen, 2 % Luren und 2 % Belutschen und einigen kleineren Minderheiten. (Quelle: CIA World Factbook [1])
Daneben leben in Iran zahlreiche Flüchtlinge: 2 Millionen aus Afghanistan und 203.000 aus dem Irak.
20.000 Iraner befinden sich als Flüchtlinge im benachbarten Irak.
Amtssprache Irans ist Neupersisch, lokal auch Farsi genannt. Persisch ist zwar die einzige Amtssprache Irans, die etwa von 58% der iranischen Bevölkerung gesprochen wird, sie ist aber nicht die einzige Umgangssprache auf dem Gebiet der Islamischen Republik Iran. Der Anteil der Aseri-, Turkmenisch-Sprecher wird mit 26 % beziffert; Kurdisch mit 9 %; Lurisch mit 2%; und andere Arabischsprecher mit 1 %.
Der schiitische Islam ist Staatsreligion. Knapp 98 Prozent der Bevölkerung sind Muslime (89 Prozent Schiiten und 9 Prozent Sunniten). Daneben bestehen Minderheiten von orientalischen Christen, Juden, Parsen, Mandäern und Angehörigen der verbotenen Baha'i-Religion.
Das Klima Irans ist bedingt durch seine geografische Ausdehnung sehr verschieden.
In Täbris herrscht Gebirgsklima mit kalten Wintern und warmen Sommern, bedingt durch die südliche Lage der Stadt. Die Tagestemperaturen schwanken zwischen 0°C im Januar und 30°C im Juli. Die Sommermonate sind relativ niederschlagsarm.
In Teheran ist es etwas wärmer als in Täbris. Hier liegen die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 6°C im Januar und 36°C im Juli und August. In Teheran fällt insgesamt sehr wenig Niederschlag, allerdings ist auch hier eine Verteilung der Niederschläge zugunsten des Winters festzustellen.
In Kerman herrscht ausgesprochenes Wüstenklima. Die Stadt liegt allerdings auf 1750m Höhe, was die Temperaturen letztlich trotz der südlichen Lage erträglich hält. So sind es durchschnittlich 8°C im Januar und 33°C im Juni und Juli.
Abadan am Schatt el Arab gelegen hat das schwül-heiße Klima des Persischen Golfes. Hier liegen die Tagestemperaturen im Januar bei 16°C und im Juli bei 44°C. Niederschläge fallen an nur 10 Tagen im Jahr.
Hauptartikel: Geschichte des Iran
Der heutige Staat Iran befindet sich auf dem Gebiet, das früher Persien genannt wurde. Die geografische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im Süden, Indien und China im Osten und Mesopotamien bzw. Syrien im Westen ließen die Gegend zum Schauplatz einer wechselvollen Geschichte werden.
Im persischen Großraum führt die Geschichte vom Reich der Meder und der Achämeniden (Kyros II. bis Dareios III.) über Alexander den Großen zu den Parthern und Sassaniden. Seit dem Mittelalter folgten auf das islamische Kalifat verschiedene einheimisch-persische, mongolische und türkische Dynastien bis zu den Safawiden, Kadscharen und dem heutigen Staat Iran.
Mit Reza Schah Pahlavi (Reza Chan) beginnt 1921 unter dem Einfluss von England eine Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Dabei nimmt der Kontakt der Staatsführer zum Volk immer mehr ab und die Unzufriedenheit im Land steigt. Die Wut konzentriert sich zunächst gegen England.
Ein Zweckbündnis mit Deutschland veranlasst den Schah, Persien in Iran umzubenennen. Durch den Ölreichtum entwickelt sich Iran zur Regionalmacht.
Nach dem 2. Weltkrieg kommt es durch Dr. Mohammed Mossadegh zu einer Verstaatlichung der Ölindustrie. Doch durch einen beispiellosen Akt, an dem die gesamten Welt beteiligt ist, allen voran die USA und Großbritannien, wird Mossadegh isoliert. Trotz der Wirtschaftskrise und des Staatsdefizizes wählt das iranische Volk in demoktratischer Wahl Mossadegh zum Präsidenten und bleibt dem Kurs der Unabhängigkeit, trotz finanzieller und materieller Einbußen, treu.
Doch der von den Alliierten ins Amt gehobene Schah Mohammed Reza Pahlavi, der Sohn von Reza Schah Pahlevi, bietet Dr. Mossadegh die Stirn und spricht sich für ein Handelsabkommen mit den USA aus. In diesem werden dem Iran ganze 50% des Gewinns zugesprochen werden (früher waren es ca. 5% (mit UK)). Doch das Volk demonstriert und unterstützt Mossadegh, sodass der Schah aus dem Land fliehen musste. Zum ersten Mal in der 2500 jährigen Geschichte Irans siegte die Demokratie.
Doch die CIA braucht nicht mal eine Woche um den Schah zurück an die Macht zu putschen. Damit kann die Ölversorgung der USA kostengünstig bis 1979 gesichert werden. Schah Mohammad Reza Pahlavi (1941-1979) leitete die "weiße Revolution" ein, verliert aber, blind nach neuer Technologie, schon bald vollständig den Kontakt zum Volk; Anfang 1979 muss er infolge einer Revolution aus dem Volk endgültig den Iran verlassen.
In der Folge kehrt der Schiitenführer Ruhollah Chomeini aus dem französischen Exil zurück, wird oberste Autorität des Staates und proklamiert die Islamische Republik Iran. Seine Politik ist geprägt durch eine fundamentalistische, stark antiwestlicher Linie.
Von 1980 bis 1988 befindet sich das Land im Krieg mit seinem arabischen Nachbarstaat Irak, der dabei von den USA unterstützt wird, und verarmt. Die anhaltende internationale Isolation des Iran lockert sich erst Ende der 1990er.
Seit der Revolution von 1979 ist der Oberste Führer ("Revolutionsführer") entweder der rahbar oder in seiner Abwesenheit ein Rat von religiösen Führern. Der Revolutionsführer, seit 1989 Seyyed Ali Chamene'i, hat die unumschränkte Macht und ernennt die obersten Richter, alle Prediger und ist auch Oberkommandierender der Streitkräfte.
Das Staatsoberhaupt von Iran ist der Präsident (seit 1997 Mohammad Chatemi). Er wird in allgemeinen Wahlen für eine 4jährige Amtszeit bestimmt und ist gleichzeitig Regierungschef. Der Präsident ernennt die Mitglieder des Kabinetts und steht diesem auch vor. Er koordiniert die Regierungsarbeit und legt dem Parlament die Regierungsvorlagen vor. Die Macht von Präsident, Regierung und Parlament ist jedoch stark beschränkt, denn alle zu wählenden Kandidaten und alle Gesetze müssen vom Wächterrat bestätigt werden.
Der Wächterrat besteht aus 6 religiösen Geistlichen und 6 weltlichen Rechtswissenschaftlern. Die Geistlichen werden vom Revolutionsführer ernannt (sie müssen jedes Gesetz auf seine Konformität mit den islamischen Prinzipien hin überprüfen), die Juristen (sie überprüfen die Verfassungskonformität legislativer Akte) vom obersten Richter, dem Chef der Judikative (der seinerseits vom Revolutionsführer ernannt wird). Der Wächterrat ist befugt jedes Gesetz abzulehnen oder im nachhinein für ungültig zu erklären, und Kandidaten für das Parlament und das Präsidentenamt bereits vor der Wahl die Teilnahme verweigern. Der Wächterrat entscheidet per einfacher Mehrheit und bei gleichen Stimmanteilen hat der Revolutionsführer das letzte Wort.
Das iranische Einkammer-Parlament (Islamischer Konsultativrat; persisch Madschles-e-Schura-e-Eslami) besteht aus 290 Abgeordneten, die in allgemeinen, direkten und geheimen Wahlen für eine 4jährige Amtszeit gewählt werden. Wegen der Auswahl des Wächterrates wird das Parlament (außer von 2000-2003) von den islamisch-konservativen Kräften dominiert.
Mit dem überraschenden Wahlsieg Mohammad Chatemis 1997 etablierte sich die politische Bewegung der Reformer im iranischen Parlament. Sie stehen dem religiösen Machtmonopol kritisch gegenüber und versuchen die republikanischen Elemente des Staates zu stärken. So gelang es Chatemi zu Beginn seiner Amtszeit eine Liberalisierung der nationalen Presse durchzusetzen. Die systemkritischen Stimmen bekamen so öffentliche Organe, um ihrem Reformwillen Nachdruck zu verleihen. Das Aufleben der Pressefreiheit dauerte allerdings nicht sehr lange an. Der Wächterrat macht die Gesetze mit Verweis auf Unverträglichkeit mit dem Islam rückgängig und blockierte fortan nahezu alle Reformversuche des Parlaments. Seitdem sehen sich die Reformer großen Vertrauensverlusten in den reformwilligen Bevölkerungsgruppen gegenüber. Die Enttäuschung über die Ohnmacht des Parlaments führte bei den letzten Kommunalwahlen (2003) zu sehr geringer Wahlbeteildigung (Landesschnitt 36%, in Teheran 25%) und zu einem klaren Sieg der konservativen Kräfte. Bei den Parlamentswahlen 2005 könnte vorerst das parlamentarische Ende der Reformer eintreten, zumal Chatemi nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren darf.
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Iran ist ein bedeutendes Erdöl und Erdgas förderndes Land. Über 85 Prozent des Exportes oder rund 25
Milliarden Dollar entfallen auf Kohlenwasserstoffe. Wichtige Wirtschaftssparten sind auch die Landwirtschaft, die trotz vieler
Gebirge und Wüsten 10% der Fläche ausmacht (zur Hälfte künstliche Bewässerung), Teppiche und Textilindustrie.
Der Import beträgt rund 15 Milliarden US-Dollar (vor allem Maschinen und Fahrzeuge, Industrie- und Chemieprodukte).
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