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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Republik Aserbaidschan. Zu weiteren Bedeutungen des Wortes "Aserbaidschan" siehe Aserbaidschan (Begriffsklärung).
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| Amtssprache | Aserbaidschanisch (Aseri) | ||||
| Hauptstadt | Baku | ||||
| Staatsform | Republik | ||||
| Staatsoberhaupt | Ilham Aliyev (İlham Əliyev) | ||||
| Premierminister | Artur Rasizade | ||||
| Fläche | 86.600 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 8.202.500 (Stand 2003) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 90 Einwohner pro km² | ||||
| Unabhängigkeit | von der Sowjetunion am 18. Oktober 1991 | ||||
| Währung | Manat | ||||
| Zeitzone | UTC +5 | ||||
| Nationalhymne | Azərbaycan, Azərbaycan! | ||||
| Kfz-Kennzeichen | AZ | ||||
| Internet-TLD | .az | ||||
| Vorwahl | +994 | ||||
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Aserbaidschan (Aseri Azərbaycan) ist ein Land am Kaspischen Meer. Es grenzt an Russland, Georgien, Armenien und den Iran. Mit der Exklave und Autonomen Republik Nachitschewan besitzt
Aserbaidschan eine elf Kilometer lange Grenze mit der Türkei.
| Inhaltsverzeichnis |
Hauptartikel: Geschichte Aserbaidschans
Hier fehlt eine kurze Zusammenfassung der Geschichte Aserbaidschans.
Aserbaidschan ist eine Präsidialrepublik mit einem Ein-Kammer-Parlament. Die Verfassung wurde am 12. November 1995 verabschiedet.
Das aserbaidschanische Parlament, die Nationalversammlung (Milli-Meclis) hat 125 Sitze, die nach einem gemischten Proportional- und Mehrheitswahlsystem für eine Periode von 5 Jahren gewählt werden. Ein Parlamentssitz wird für den Wahlkreis Berg-Karabach (Nagorny-Karabach) freigehalten. Das Parlament wurde am 4. November 2000 für fünf Jahre gewählt.
Staatsoberhaupt ist der Präsident, der in geheimer, allgemeiner Wahl für die Periode von 5 Jahren gewählt wird. Staatspräsident ist Ilham Alijew, Sohn des zuvor verstorbenen Staatspräsidenten Geidar Alijew. Er wurde am 15. Oktober 2003 mit über 80% der Stimmen gewählt und wurde am 31. Oktober 2003 inauguriert.
Ministerpräsident ist seit dem 4. November 2003 wieder Artur Rasizade von der Präsidentenpartei Neues Aserbaidschan.
Die Opposition warf der Regierung bei den Präsidentenwahlen im Oktober 2003 Wahlbetrug vor. Internationale Wahlbeobachter (unter anderem von der OSZE) berichteten von Fälschungen und Einschüchterungsversuchen. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses kam es am 16. Oktober in der Hauptstadt Baku zu Unruhen, bei denen mindestens zwei Menschen getötet, viele verletzt und mehrere Oppositionspolitiker festgenommen wurden.
Seit der Unabhängigkeit Aserbaidschans verlief außer der Präsidentenwahl 1992, aus der Ebulfes Elchibei als Sieger hervorging, jede Wahl undemokratisch.
Mitgliedschaften in internationalen Institutionen: UNO, GUUAM, GUS, Europarat, OSZE, IWF, EBRD, Weltbank, Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation, OATCT, CENTO.
Die Republik Aserbaidschan liegt an den Südhängen des Kaukasus und damit in einer erdbebengefährdeten Region. Im Osten wird Aserbaidschan vom Kaspischen Meer begrenzt, wo große Erdölvorkommen existieren.
Die Republik hat eine Fläche von 86.600 Quadratkilometer, davon 4.400 Ouadratkilometer das Autonome Gebiet Berg-Karabach (Aserbaidschanisch: Dağli Qarabağ) und 5.500 Quadratkilometer die Autonome Republik Nachitschewan. 20% des Staatsgebietes ist zur Zeit wieder von Armenien besetzt.
Die Republik Aserbaidschan hat 8,2 Millionen Einwohner, davon etwa 1 Million Binnenvertriebene und Flüchtlinge infolge des Berg-Karabach-Konflikts. 83% der Bevölkerung gehören zum Turkvolk der Aserbaidschaner. Die übrigen Nationalitäten stellen die Russen, Kurden, Ukrainer, Talyschen, Juden, Awaren, Mescheten, Tataren, Deutsche und Lesgier. Die Armenier, die in Aserbaidschan lebten, wurden in Folge des Konflikts um Berg-Karabach vertrieben. In Städten leben 52% der Bevölkerung. Unter 15 Jahre sind 28% der Bevölkerung. Bevölkerungswachstum: 0,89%.
Amtssprache ist Aserbaidschanisch. Seit Dezember 1992 gibt es wieder die türkisch-lateinische Schrift und seit 2001 ist sie allgemein für den amtlichen Schriftverkehr verbindlich. Die Bedeutung des Russischen nimmt immer mehr ab, wird allerdings in der offiziellen Korrespondenz mit den anderen GUS-Staaten weiter genutzt.
Siehe auch: Liste der Städte in Aserbaidschan, Kaukasiendeutsche
Die Wirtschaftsentwicklung Aserbaidschans verläuft dynamisch. So betrug die Wachstumsrate des BIPs im Jahr 1999 7,4%, 2000 11,4% und 2001 9,9%. Diese Entwicklung basiert jedoch zu einem großen Teil auf einer expansiven Erdölindustrie, welche den wichtigsten Wirtschaftszweig des Landes darstellt.
Allgemeine Wehrpflicht: 2 Jahre
Streitkräfte: 72 100 Mann
Militärausgaben: 6,6% am BSP
Eisenbahnnetz: 2123 km (davon 1300 km elektrifiziert)
Straßennetz: 24 981 km (92,3% befestigt)
Motorisierung: 49 Kfz/1000 Einwohner
Internationaler Flughafen: Baku
Aserbaidschan befindet sich seit der Unabhängigkeit in einem anfangs kriegerischen Konflikt mit Armenien um die Region Berg-Karabach im Westen des Landes. Bis heute sind dieses Gebiet und angrenzende Regionen von armenischen Truppen besetzt. Die eigentliche Unabhängigkeit hat Aserbaidschan erst im Jahre 1992 bekommen. Das Gebiet von Berg-Karabach, wo überwiegend nur Armenier leben, war vor der Sowjetunion ein Teil Armeniens. Vor dem Krieg versuchten Armenier durch Demonstrationen in Eriwan an das Oberhaupt der Sowjetunion, eine friedliche Rückgabe des Gebietes zu erreichen. Die Azeris handelten daraufhin mit Gewalt und ermordeten in einer Nacht sämtliche armenischen Familien in Baku. Aufgrund der hohen Anzahl der Ermordeten sprach man von einem zweiten Genozid an den Armeniern. Daraufhin erklärten die Armenier den Krieg gegen Azerbaidschan. Nach vier Jahren Krieg konnten die Armenier das Gebiet Berg-Karabach wieder zurückerobern und gründeten einen Staat mit der Hauptstadt Stepanakert. Bis heute gilt dieser Konflikt als nicht gelöst, aber von beiden Seiten wird inzwischen an einer friedlichen Lösung gearbeitet.
Vorherrschende Religion ist der Islam. Die Republik Aserbaidschan ist außer dem Iran und dem Irak das einzige Land mit schiitischer Bevölkerungsmehrheit: Über 66 % der Aserbaidschaner bekennen sich zu schiitischen Glaubensrichtungen und nur knapp 33 % zu sunnitischen.
Verfassungstag 12. November

